Morgenroutine als Mama – für einen guten Start in den Tag

Inhalt: Die Bedeutung einer Morgenroutine für Mütter // Warum der Mythos der perfekten Morgenroutine nicht funktioniert // Morgenroutine als wertvolle Selbstfürsorge // Praktische Ideen für eine gesunde Morgenroutine // Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Entwicklung einer persönlichen Routine // Erfahrungsbericht: Realistische Morgenroutine mit Kleinkind

mama morgenroutine

Im Alltag als Mama ist der Morgen häufig die stressigste Tageszeit. Frühstück herrichten, Kind(er) wecken, wickeln, anziehen und dafür sorgen, dass niemand etwas vergisst, aber trotzdem alle rechtzeitig dort eintreffen, wo sie hinmüssen – sei es Kindergarten, Schule, Arzttermin oder Arbeitsstelle. Gleichzeitig definiert der Morgen die Grundstimmung für den gesamten Tag. Ist es morgens stressig und hektisch, wird es danach meist nicht besser. Morgenroutinen sind etwas Besonderes. Sie können euch durch den ganzen Tag tragen. Ihr gewinnt Kraft und Energie, seid tagsüber gelassener und belastbarer. Zumindest dann, wenn eure Morgenroutine in euer Leben passt – ohne unrealistische Erwartungen und Perfektionsstreben.

 

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Morgenroutine als Mama

Der Begriff der Morgenroutine wurde in den letzten Jahren insbesondere von mehr oder weniger erfolgreichen Menschen in Social Media geprägt. Wer die Welt verändert, den nächsten technologischen Fortschritt initiiert, den Mars besiedelt oder einfach nur sehr reich werden möchte, muss früh aufstehen (5am club) und benötigt eine ungewöhnliche Morgenroutine.

Aber auch, wenn ihr weniger ambitioniert seid und euch einfach nur einen strukturierten Tagesablauf wünscht und Zeit für Selbstfürsorge braucht, ist eine Morgenroutine durchaus sinnvoll.

 

Eine Mama-Morgenroutine ist aus meiner Sicht Teil der Selbstfürsorge.

 

Morgenroutinen sind etwas höchst Individuelles: Ihr schafft damit Raum für euch selbst; um euch etwas Gutes zu tun, euch auf den vor euch liegenden Tag vorzubereiten und diesen einfach bestmöglich zu beginnen. Und hier kommt auch schon der Knackpunkt:


Der Mythos Morgenroutine – warum perfekte Abläufe nicht funktionieren

Die perfekte Morgenroutine ist nichts Universelles: Ihr müsst selbst herausfinden, was für euch am besten funktioniert.

Es gibt keine feste, allgemeingültige Formel für die perfekte Morgenroutine; eine solche Vorstellung ist ein Mythos. Schließlich ist jeder Mensch einzigartig, jede Familie, jedes Leben – und auch der jeweilige Lebensabschnitt spielt eine wichtige Rolle.

So viele Faktoren beeinflussen die Morgenroutine einer Mama: Seid ihr alleinerziehend oder in einer Partnerschaft? Wie alt sind die Kinder? Betreut ihr Kleinkinder zu Hause oder gehen sie in eine Einrichtung? Seid ihr erwerbstätig? Im Home Office oder im Büro? Lebt ihr in der Stadt oder auf dem Land? Welche Prioritäten habt ihr am Morgen?

Im Laufe des Lebens ändert sich eine Morgenroutine auch immer wieder und passt sich an. Eine universelle, magische Abfolge von Schritten mit Erfolgsgarantie wäre vielleicht einfach, aber auf Dauer sicher auch langweilig. Natürlich bietet eine strukturierte Morgenroutine einen Anker, darf aber nicht zum Fallstrick werden.


Der Fokus auf eine feste Morgenroutine ist ein zweischneidiges Schwert.

Genau das ist mir passiert: Lange habe ich zu viel Wert auf eine starre Morgenroutine gelegt – und mich damit abhängig gemacht. Bevor ich diesen Blogbeitrag überarbeitet habe, stand da dieser Absatz, der meine Denkweise, die mir zum Verhängnis wurde, gut beschreibt:

“Die Kraft von Routinen:

Routinen und Struktur sind für viele Menschen unglaublich wichtig. Gerade am Morgen können sie ein Garant dafür sein, den Tag ausgeglichen und gestärkt zu beginnen. Denn der Morgen ist richtungsweisend für den gesamten Tag. Ein guter Start in der Früh ermöglicht es, auch die unvorhergesehenen Herausforderungen, die eventuell vor euch liegen, gut – oder zumindest besser – zu meistern. Und Unvorhergesehenes gibt es im Alltag als Mama zuhauf.

Ohne meine übliche Morgenroutine wird der gesamte Tag anstrengend. Ich habe dann die ganze Zeit das Gefühl, allem hinterher zu rennen, nichts zu schaffen und irgendwie unterzugehen. Mit Morgenroutine bin ich proaktiv; ohne nur reaktiv.”

Mein Klammern an eine feste Morgenroutine wurde zu einer Falle. Bevor ich Mama wurde, hatte ich tatsächlich eine strikte Morgenroutine. Doch nach der Geburt meiner Tochter wurde es eher Regel als Ausnahme, dass ich nicht mehr jeden Schritt meiner (neuen) Routine ausführen konnte. Manchmal kam ich dadurch den ganzen Tag über nicht mehr richtig in den Tritt. Irgendwann habe ich begriffen, wie entscheidend die Fähigkeit, sich anzupassen und auf Herausforderungen zu reagieren, ist. Das macht einen erfolgreichen Morgen aus; nicht eine Checkliste mit morgendlichen Aufgaben oder Ritualen.

Versteht mich nicht falsch: Ich habe dennoch eine Morgenroutine, aber ich mache mich und meinen Tag nicht mehr abhängig davon, ob ich sie abarbeiten kann oder nicht. Stattdessen konzentriere ich mich darauf, meinen eigenen Rhythmus zu finden und bewusst zu agieren. Ich behalte meine Prioritäten für den Tag im Blick und kann so die richtigen Entscheidungen für einen guten Start am Morgen treffen.

Und nun weiter mit dem Ideal:




Morgenroutine als Selbstfürsorge für Mamas

Als Mutter seid ihr vermutlich ab dem Moment, in dem Kind(er) und Partner*in aufwachen, eingespannt und habt keinen Augenblick mehr für euch. Mit Baby oder Kleinkind können die meisten nicht einmal allein zur Toilette gehen.

Macht den frühen Morgen zu eurer Zeit. Tut nur das, was euch guttut. Widmet euch eurem Wohlbefinden. Tut, was auch immer euch Genuss beschert und Freude bereitet. Stärkt euch für den Tag. Als Mama werdet ihr vermutlich erst am nächsten Morgen wieder Zeit für euch und eure Bedürfnisse haben.

Und ja: Die Voraussetzung dafür ist (leider), dass ihr früher aufsteht als der Rest der Familie. Aber nach einigen Wochen werdet ihr euch daran gewöhnt haben und ihr werdet etwas Besseres bekommen als Schlaf. Versprochen.

Verzichtet unbedingt auf das Smartphone und vor allem auf Social Media! Sie fressen eure Zeit und Energie und verhindern, dass ihr bewusst und gestärkt in den Tag startet.

Eine Morgenroutine sollte Freude bereiten und Energie geben – nicht zu einer weiteren Stressquelle werden.

Vorteile einer Morgenroutine

  • Kraft, Gelassenheit und Energie: Dank der Auszeit am Morgen seid ihr den ganzen Tag über gelassener und belastbarer. Beginnt ihr den Tag mit gesunden Gewohnheiten und positiven Gedanken, entsteht eine Kraft, die euch durch den Tag trägt und euch hilft, neue Herausforderungen zu bewältigen.

  • Zeit für euch & Selbstwertgefühl: Niemand hat so wenig Zeit für sich selbst, wie Mütter (von kleinen Kindern) und niemand vernachlässigt seine eigenen Bedürfnisse so sehr. Tut euch etwas Gutes! Ihr habt es verdient, denn ihr seid sonst den gesamten Tag für eure Kinder und eure Familie da!

  • Struktur: Wenn jeder Morgen immer gleich beginnt, erhöht das die Chance, dass ihr auch während des Tages mehr Routinen entwickelt und so zu einer guten Struktur findet. Am Abend seid ihr vermutlich dennoch erschöpft, aber nicht völlig ausgelaugt. Und ihr könnt auf einen gelungenen Tag zurückblicken, trotz etwaiger Stolpersteine.

  • Erfolgserlebnis: Wenn ihr eure Morgenroutine durchlaufen habt, habt ihr an diesem Tag schon etwas geschafft. Ihr habt mindestens ein Ziel erreicht. Vielleicht auch mehrere kleine Ziele, wenn ihr in der Zeit an eigenen Projekten arbeitet, mit dem Lesen eines Buches weitergekommen seid oder etwas lernen möchtet – sei es zum privaten Vergnügen oder um euch beruflich weiterzubilden.

  • Selbstbestimmtheit: Ob Schlummertaste oder familiäres Chaos – ihr lasst euch nicht davon beherrschen, sondern entscheidet selbst, wann ihr aufsteht. Früh genug, um Zeit für euch zu haben und eine gewisse Zeit lang zu tun, was euch guttut. Zumindest so lange, bis alle anderen wach werden.


Ideen für eine gesunde Morgenroutine

  • Flüssigkeit: Wasser oder Tee helfen, in Gang zu kommen.

  • Achtsamkeit – ein kurzer Moment für euch selbst:

    • Dankbarkeitsübung

    • auf der Couch sitzen und endlich ungestört einen Gedanken (oder mehrere) zu Ende denken

    • Tagebuch schreiben (Gedanken, Gefühle oder Dankbarkeit ausdrücken)

    • in Ruhe einen Tee oder eine Kaffeespezialität genießen

    • ein Buch zur Hand nehmen und ein paar Seiten lesen

    • meditieren

    • Wellness hausgemacht: lange duschen oder eine Gesichtsmaske auftragen

  • Bewegung:

    • Yoga praktizieren

    • Workout machen

    • zehn Minuten dehnen

    • ein Spaziergang zum Kindergarten

    • Tanzen im Wohnzimmer mit den Kindern

  • Tageslicht und Luft: Fenster öffnen, frische Luft einatmen, vielleicht kurz auf den Balkon oder die Terrasse treten.

  • Organisation: Ein schneller Blick auf die To-do-Liste oder in den Kalender kann schon viel Struktur bringen.

  • Kreativität:

    • Scrapbook gestalten, Fotoalben anlegen

    • zeichnen, basteln

    • nähen, stricken

  • Persönliche Entwicklung:

    • an eigenen Projekten arbeiten

    • persönliche Ziele planen – eine Vision von euch selbst entwickeln

    • Podcast hören

  • Ernährung: Ein gesundes Frühstück, das Energie liefert.

 
zweig mit blättern symbolisiert selbstfürsorge als mama blog
 

Anleitung: eine Mama Morgenroutine entwickeln

In der Theorie klingt das nun alles wunderbar. Doch wie setzt ihr das in die Praxis um? Es wird vermutlich eine Weile dauern, bis ihr eure perfekte Morgenroutine gefunden habt. Viele, ganz individuelle Faktoren spielen hier hinein.

#1: Rahmenbedingungen identifizieren

Wann stehen Partnerin und Kind(er) auf?* Das ist die entscheidende Frage. Bei einer guten Morgenroutine seid ihr ungestört – niemand braucht euch, will etwas von euch, sucht euch. Und das ist nun mal dann, wenn der Rest der Familie schläft. (Apropos individuell: Vielleicht ist genau das bei euch anders.)

Wie ist der Zeitplan in eurem Alltag? Orientiert euch an eurem eigenen Leben. Kopiert nicht, was andere tun.

#2: Bedürfnisse identifizieren und Ziele definieren

Wieviel Zeit benötigt ihr tatsächlich für euch? Der einen reichen vielleicht schon 10 Minuten, die andere benötigt zwei ungestörte Stunden. Das müsst ihr erst einmal für euch selbst herausfinden.

Wofür wollt ihr die ungestörte Zeit nutzen? Welche Bedürfnisse habt ihr? Was braucht ihr, um Energie für den Tag zu tanken? Möchtet ihr einfach nur in Ruhe einen Tee oder Kaffee trinken? Wollt ihr etwas für eure Gesundheit tun, kreativ sein oder eure persönliche Entwicklung fördern? Arbeitet ihr an einem eigenen Projekt, für das ihr Zeit benötigt?

#3: Kleine Schritte machen

  • Beginnt mit kleinen, machbaren Änderungen und baut darauf auf.

  • Fokussiert euch auf das Wesentliche. Manchmal reichen schon wenige Minuten oder kleine Anpassungen für einen positiven Start in den Tag.

#4: Komponenten zusammenstellen

Wie wollt ihr eure Morgenroutine konkret gestalten? Angepasst an eure Bedürfnisse und Ziele könnt ihr nun die Komponenten eurer Morgenroutine festlegen.

Euer Ziel ist es, tagsüber weniger gestresst zu sein? Dann könntet ihr beispielsweise eine Tasse Tee trinken und meditieren.

Ihr habt euch persönliche Entwicklung als Ziel gesetzt? Vielleicht sind in diesem Fall entsprechende Podcasts, Affirmationen und ein Tagebuch schreiben denkbare Komponenten eurer neuen Morgenroutine.

#5: Morgenroutine vorbereiten

Wie schafft ihr die idealen Voraussetzungen für eine gelungene Morgenroutine? Kommuniziert eurer Familie gegenüber, wie wichtig die Zeit am Morgen für euch ist. Findet gemeinsam Möglichkeiten, damit ihr der Start in den Tag so verläuft, wie ihr es euch wünscht.

#6: Ablauf anpassen: Praxistest

Funktioniert eure neue Morgenroutine für euch? Wie der perfekte Ablauf eurer Morgenroutine aussieht, findet ihr nur durch experimentieren heraus. Überdenkt, welche Aktivitäten ihr beibehalten wollt und welche ihr lieber ersetzen solltet. Ebenso wichtig wie die einzelnen Komponenten ist übrigens der Ablauf. Also probiert einfach so lange aus, bis es sich für euch gut und richtig anfühlt und ihr davon profitiert. Eure Morgenroutine als Mama muss zu euch und eurem Lebensstil passen.

#7 Eine erfolgreiche Morgenroutine beginnt am Abend

So individuell Morgenroutinen sind, eines gilt immer: Ein gelungener Start in den Tag beginnt bereits am Abend. Verschafft euch deshalb am Vorabend einen Überblick über den kommenden Tag und bereitet vor, was ihr vorbereiten könnt.

Eine gute Morgenroutine fängt schon am Vorabend an. Dazu gehören folgende Vorbereitungen:

  • Terminkalender überprüfen

  • einen Blick auf die To-do-Liste werfen

  • bei Terminen am Vormittag: Tasche oder Wickelrucksack packen

  • Kleidung für den nächsten Tag bereitlegen (eigene Kleidung und die für das Kind)

  • Aufgaben und Ziele für den nächsten Tag schriftlich festhalten

  • Küche aufräumen (morgens ist keine Zeit dafür, das Chaos vom Abend zu beseitigen)

  • Spülmaschine einschalten

  • Frühstückstisch vorbereiten (Geschirr, Besteck und alles herrichten, was nicht im Kühlschrank aufbewahrt wird)

  • rechtzeitig schlafen gehen, um sich am nächsten Tag nicht aus dem Bett quälen zu müssen

morgenroutine als mama

Meine Erfahrung: Morgenroutine mit Kleinkind

Als ich irgendwann nach dem Wochenbett versuchte, eine neue Morgenroutine als Mama zu entwickeln, sah diese so aus: Ich stand mit einer Tasse Tee am Fenster und schaute in den Himmel.

 

Ausgehend von dieser kleinen Veränderung hat sich meine ganz individuelle Morgenroutine bis heute so entwickelt:


Der Abend davor.

Die Morgenroutine beginnt bereits am Abend: Ich werfe einen Blick in den Kalender, um zu sehen, was am nächsten Tag ansteht, lege eventuell Kleidung bereit und richte den Frühstückstisch her. Früh zu Bett gehen ist entscheidend, denn Schlafmangel ist kein Erfolgsfaktor, sondern fatal für Gesundheit und Wohlbefinden.


I. Aufstehen zwischen 4 und 5 Uhr

Einen Wecker stelle ich nie. Entweder wache ich von selbst auf oder werde durch meine Tochter geweckt, weil sie Milch möchte, bevor sie weiterschläft. Deshalb ist es kein Zeitpunkt, zu dem ich aufstehe, sondern ein Zeitraum. Je eher ich wach werde, desto besser – mehr Zeit für die Morgenroutine.



II. 20 Minuten im Bad

Mein erster Weg führt ins Bad. Hier nehme ich mir bewusst Zeit. Fester Bestandteil meiner morgendlichen Gesichtspflege ist eine Massage mit Gesichtsmassageroller. Dann trage ich Make-up auf, mache mir die Haare und kleide mich für den Tag an. Das mache ich immer; auch, wenn ich nur zu Hause bin. Zum einen ist dieses Zurechtmachen für mich ein Ausdruck von Selbstachtung und zum anderen habe ich so das Gefühl, gewappnet zu sein für alles, was kommt.

An manchen Tagen schalte ich währenddessen einen Podcast, ein Hörbuch oder ein YouTube-Video ein – meist sind es Themen, in denen ich mich weiterbilden möchte. Medienkonsum zur reinen Unterhaltung vermeide ich am Morgen gänzlich.



III. Wasser & English Breakfast mit Milch

Anschließend trinke ich ein Glas Leitungswasser und bereite mir einen Tee zu. Während der kurzen Ziehzeit mache ich ein paar kleine Handgriffe in Küche oder Wohnzimmer.


IV. 10 Minuten Meditieren

Es hat lange gedauert, bis ich nach der Geburt meiner Tochter das Meditieren wieder in meinen Tagesablauf integrieren konnte. Aber es ist wichtig für mich.

 

Meditation ist seit vielen Jahren eine Säule meines Lebens. Immer wieder höre ich, man solle bezüglich des Meditierens kein Ziel verfolgen; aber ich meditiere ehrlich gesagt, um im täglichen Leben davon zu profitieren. Begonnen habe ich, um meine Denkweise und emotionalen Impulse zu verändern. Seit 2019 nutze ich dafür Calm – meine liebste App. Über die lange Zeit habe ich zwei Dinge bemerkt:

  1. Durch die Meditationspraxis habe ich über die Jahre eine tiefere Verbindung zu mir selbst entwickelt, bin viel geduldiger, ruhiger, bewusster und ausgeglichener geworden, habe gelernt, widrige Umstände zu akzeptieren und meine Konzentrationsfähigkeit ist gestiegen. Es hilft mir zudem, Muster und Gewohnheiten zu erkennen und zu durchbrechen. Ich bekämpfe die Realität der Gegenwart nicht mehr – stattdessen fällt mir Akzeptanz leichter, was mir erlaubt, weniger intensiv auf die Rückschläge und die Tiefpunkte im Leben zu reagieren.

  2. Regelmäßiges Üben (=nahezu tägliches Meditieren) ist entscheidend, um die volle Wirkung aufrechtzuerhalten.

Allerdings würde ich nicht sagen, dass ich die Fähigkeiten der Meditation aktiv in alltägliche Situationen transferiere. Ja, ich beobachte meine Gedanken oft wertfrei oder nehme meine Gefühle wahr und benenne diese. Doch dafür entscheide ich mich nicht bewusst; ich denke im Alltag kaum darüber nach, was ich beim Meditieren gelernt habe – und doch hat sich mein Innenleben dadurch enorm verbessert.

 



V. Arbeiten am eigenen Projekt

Nun kommt der schönste Teil: Ich trinke die Tasse English Breakfast mit Milch – eine Wohltat und einer der größten Genussmomente des gesamten Tages. und setze mich an den Laptop, um an meinem Blog zu arbeiten; ich plane und schreibe Beiträge (wie diesen), recherchiere Keywords, überprüfe die Analytics und erstelle Pins auf Pinterest. Oft ist es wochenlang die einzige Zeit, die ich meinem Herzensprojekt widmen kann.



Fazit: Eine individuelle Morgenroutine schenkt Energie – ohne Perfektionsdruck



Wenn man Mama wird, lernt man sehr schnell: Die perfekte Morgenroutine gibt es nicht. Jedenfalls nicht so, wie sie in Social Media propagiert wird – mit einer Stunde Yoga, Journaling, Hautpflege, Smoothie-Bowl und Co. Mit kleinen Kindern beginnt der Tag nicht mit Selbstoptimierung, sondern oft mit einem Schrei durchs Babyphone oder einem eindringlichen „Mamaaa!“.

Das bedeutet aber nicht, dass eine gute Morgenroutine unmöglich ist. Der Mythos liegt vielmehr in der Idee, dass es eine universelle und makellose Routine gibt, die wir nur kopieren müssten, um erfolgreich, wohlhabend oder gelassen zu sein.


Warum die „perfekte Morgenroutine“ ein Mythos ist:

  • Überforderung durch falsche Vorbilder: Influencer*innen zeigen Routinen, die nichts mit der Realität von Elternschaft zu tun haben. Der Effekt ist eher Frust als Motivation.

  • Falsches Erfolgsversprechen: Die Annahme, dass man nur den Ablauf erfolgreicher Menschen kopieren müsse, um selbst „besser“ zu werden, blendet die Individualität jeder Familie, jedes Kindes und jeder Mama aus.

  • Ein zu hoher Preis: Schlaf (und damit letztlich die Gesundheit) sollte nicht geopfert werden.


Wie ihr eure eigene, realistische Morgenroutine als Mama entwickeln könnt:

  • Individualität: Eine Mama-Routine muss sich an die Lebensphase anpassen – vielleicht sind es fünf Minuten Atemübung, während das Kind noch schläft, oder ein ruhiger Kaffee am Fenster, während es spielt.

  • Kleine Schritte: Statt an der „perfekten Stunde“ festzuhalten, lieber Mini-Rituale schaffen. Ein Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen oder drei tiefe Atemzüge können mehr bewirken, als man denkt.

  • Flexibilität: Was heute klappt, klappt morgen vielleicht nicht – und das ist in Ordnung. Routine darf sich verändern, mit den Bedürfnissen von Kind und Mama.

  • Fokus auf das Wesentliche: Oft reichen kleine Anpassungen, um den Tag bewusster und leichter zu beginnen.


Für Mamas ist die Morgenroutine kein starres Konstrukt, sondern ein lebendiges Ritual – immer im Wandel, immer unperfekt. Und genau darin liegt ihre Stärke: Sie muss nicht aussehen wie bei anderen, sondern darf ganz klein sein, ganz individuell, ganz deins.

Was denkt ihr über das Thema Morgenroutine? Habt ihr eine? Fühlt ihr euch durch unrealistische Darstellungen in Social Media gehemmt? Schreibt es gern in die Kommentare!

 

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