Der alte Mama Blog?
Alle Schwangeren, die 35 Jahre und älter sind, werden als Spätgebärende bezeichnet und — unabhängig von ihrer tatsächlichen physischen Verfassung — als Risikoschwangerschaft kategorisiert.
Besonders am Anfang meiner Schwangerschaft wurde mir immer wieder erklärt, wie alt ich sei. Zwar blieben all die Komplikationen, die man mir deshalb prophezeite, aus — aber wenigstens kam mein Blog so zu seinem Namen.
Willkommen auf The Old Mom Blog!
Willkommen in meiner eigenen kleinen, feinen Ecke des Internets. Ich bin Adeline | ˈædəˌlaɪn |.
The Old Mom Blog soll eine Online-Destination für Mütter sein, die ihre eigene Form des Selbstausdrucks und die Magie im Alltäglichen suchen. Für die Mamas, die ihren eigenen Weg gehen. Für die, die ihren Kaffee entgegen des gesellschaftlich überstrapazierten Narrativs heiß trinken – weil sie einfach gut organisiert sind oder (wie ich) einen Thermosbecher verwenden.
Es soll ein digitaler Raum sein, in dem ihr euch selbst wiederfindet und euch verstanden fühlt. Für euch möchte ich substanziellen Mehrwert schaffen und euch außerdem Inspiration bieten — mit ungeschönter Ehrlichkeit und (dennoch?) positiver Grundstimmung. Deshalb teile ich hier praktische Tipps, Erfahrungen und meine persönliche Sichtweise rund um die Themen Schwangerschaft, Mutterschaft, Reisen und den Alltag als Mama. Persönliche Entwicklung ist seit vielen Jahren eines meiner Lieblingsthemen – und inzwischen habe ich so viel darüber gelernt, dass ich auch dazu schreibe.
Ihr könnt euch sicher sein, dass ich ausschließlich Ratschläge weitergebe, die ich selbst befolge und Produkte empfehle, die ich selbst nutze und für gut befunden habe.
Nichts ist schöner und schwerer, herausfordernder und erfüllender, vor allem aber individueller, als Mutterschaft. Was ich hier teile, sind Einblicke in meinen Weg und die Lösungen, die ich für mich gefunden habe — in der Hoffnung, dass es der einen oder anderen von euch weiterhilft. Nie würde ich Mamas verurteilen, die für sich und ihre Kinder andere Antworten gefunden haben. Wir Mütter müssen zusammenhalten und einander unterstützen!
Mutterschaft und Glück gehören für mich untrennbar zusammen – doch manchmal bedeutet das Arbeit. Meine Gedanken dazu lest ihr hier.
eigene Form des Selbstausdrucks – das meine ich damit:
Viele von uns sind gefangen in Narrativen, die sie in ihren Köpfen eigenständig kreiert haben und die sie sich selbst beharrlich erzählen – dabei geht es letztlich immer um Kontrolle. Nicht wenige lassen sich von den Erwartungen anderer Menschen in ihrer Lebensweise, selbst in zutiefst privaten Entscheidungen, beeinflussen, um nicht zu sagen, kontrollieren.
Doch nicht Familie, Freund*innen, Vorgesetzte oder die Gesellschaft leben unser Leben, sondern wir allein. Es ist unsere Entscheidung, was wir studieren, wie wir uns kleiden und wer unser Neugeborenes halten darf.
Irgendwie habe ich es früh geschafft, mich gedanklich von den Erwartungen anderer frei zu machen. Aber trotzdem habe auch ich mich immer wieder selbst gefangen genommen in einer aktuellen Situation – und mich damit gleichzeitig blind gemacht für all die anderen Optionen, die es gibt.
Ja, es existiert immer mehr als ein einziger Weg, um sich ein schönes Leben (und eine erfolgreiche Karriere) zu erschaffen.
About Adeline
Andere beschreiben mich gern als (zu) ehrlich und (zu) direkt. Dem ist wohl so, denn gelegentlich erzeuge ich unbeabsichtigt Irritation bei meinem Gegenüber. Ich sage stets, was ich denke — und das geradeheraus.
Außerdem habe ich je einen Master-Abschluss in Kunstgeschichte und Geschichte — letzteren sogar als Jahrgangsbeste. Genützt hat es mir nichts, denn ich habe keine Anstellung in der Wissenschaft gefunden.
Vor 20 Jahren habe ich den Code für meine erste Website selbst geschrieben. Damals war ich ausgesprochen stolz und fand das Design sehr cool. Meine Tochter würde es heute auch lieben — viel pink und violett. Nun, die ungezählten nachfolgenden Versuche wurden besser. Vor The Old Mom Blog hatte ich mich bereits zweimal mit dem Bloggen versucht – und bin zweimal gescheitert.
Seit ich meine Tochter geboren habe, bin ich ganz vernarrt in meine neue Rolle als Mutter. Noch im Wochenbett hatte ich beschlossen, meinen Gedanken und Emotionen, die mit dieser großen, wundervollen Aufgabe einhergehen, ein kreatives Ventil zu geben. Deshalb habe ich The Old Mom Blog gegründet.
Ich hoffe, ihr findet hier Inspiration, Informationen, Anregungen — und wenn nicht, dann vielleicht wenigstens einen Ort, der einen Hauch von Eskapismus bietet.
Bis dahin viel Spaß beim Stöbern!
Adeline xx
Noch eine (heutzutage leider)
notwendige Einordnung:
Mein Leben ist nicht euer Leben – und euer Leben ist nicht meines.
Was sich digital zeigt, ist stets ein fragmentarischer Ausschnitt, kein vollständiges Abbild biografischer, emotionaler oder struktureller Realität. Ich kenne weder die individuellen Kontexte noch die impliziten Belastungen, Dynamiken und Verantwortlichkeiten, die euren Alltag prägen. Und umgekehrt ist das, was von meinem Leben sichtbar wird, lediglich eine selektive Oberfläche – kein Zugang zur tatsächlichen Komplexität, Widersprüchlichkeit und inneren Kohärenz meiner Erfahrungen.
Digitale Kommunikation operiert zwangsläufig unter Bedingungen radikaler Kontextreduktion. Sichtbarkeit bedeutet nicht Transparenz. Präsenz bedeutet nicht vollständige Offenlegung.
Ich habe keinerlei Intention, durch Aussagen zu provozieren oder zu irritieren. Eine Kommunikation, die lediglich auf Störung oder Affektzunahme abzielt, erzeugt keinen konstruktiven Mehrwert – weder für euch noch für mich.
In einem medialen Umfeld, das systemisch auf Reizverstärkung und Polarisierung ausgerichtet ist, sehe ich bewusste Zurückhaltung zu einer Form von Verantwortung.

