Im Gehirn einer Mutter: Wege zu einem glücklichen und erfüllten Leben
Die Gesellschaft macht es Müttern schwer. Hohe Anforderungen, unerfüllbare Erwartungen, schlechte Bedingungen, kaum Unterstützung, mangelnde Anerkennung. Und Social Media wirkt dabei als Katalysator. Daran will ich etwas ändern. Sofort, für mich, in meinem Alltag. Geht das überhaupt als Mama – bei all der Fremdbestimmung? Ja.
Übrigens ist genau das einer der Gründe, warum ich diesen Blog gegründet habe – aber dazu später mehr.
Das System, die Gesellschaft und selbst mein Umfeld kann ich nicht umkrempeln – aber mich selbst. Und wie? Indem ich an meiner persönlichen Entwicklung arbeite, um durch Selbsterkenntnis mein geistiges Wohlbefinden zu steigern. Unsere Denkweise trägt maßgeblich zu unseren Lebenserfahrungen und -erfolgen bei. Unsere Gedanken formen unsere Realität.
Keine Bestätigung von außen zu brauchen, die eigenen Gedanken und Gefühle besser verstehen und kontrollieren zu können, hilft dabei, ein erfülltes Leben zu führen. Doch der Weg hierher erfordert konsequente Bemühungen.
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Als Mutter in Social Media: Zwischen Toxic Mom Bubble und Regretting Motherhood
Mit den schnelllebigen Social Media Plattformen, wie Instagram und Threads, habe ich meine Schwierigkeiten. Die knappe Lebensdauer der Posts, die geringe Aufmerksamkeitsspanne des Publikums und vor allem die kurze Form der Beiträge, scheinen mir für meine Themen ungeeignet.
Auch bezüglich der inhaltlichen Positionierung habe ich dort keinen Platz für mich gefunden. Zumindest ist bei mir der Eindruck entstanden, dass man von anderen in eine der wenigen bereits vorhandenen Ecken gedrängt wird – passt man in diese vordefinierten Bereiche nicht, ist es vermutlich sehr anstrengend, sich einen eigenen Raum zu erarbeiten.
Sobald ich auf Threads geäußert habe, dass Mutterschaft mich erfreut und erfüllt, kamen postwendend Kommentare, die mich als Angehörige der toxic mom bubble bezeichneten. Man darf nicht glücklich sein in der Mutterrolle und vor allem darf man nicht obendrein eine saubere Küche haben.
[Toxic Mom Bubble? Dieser Anglizismus meint in der deutschsprachigen Welt von Social Media solche Mütter, die sich über andere zu erheben suchen, indem sie diese erniedrigen. Sie definieren, was eine gute Mutter ausmacht und kritisieren alle Mamas, deren Entscheidungen und Verhalten nicht dem entsprechen. Dabei geht es beispielsweise um große Streitthemen, wie Stillen (was natürlich eine zutiefst private Entscheidung ist), aber auch um Banales, wie die Wahl eines adäquaten Geburtstagskuchens.]
Ich bin definitiv keine Mutter, die andere Mamas be- oder verurteilt. Ich weiß, dass jede Mutterschaft, jede Mama-Kind-Beziehung anders ist. Ich gehe grundsätzlich erstmal davon aus, dass jede Mutter das Beste für ihr Kind möchte und tut. Und ich bin mir in jedem Augenblick bewusst darüber, wie gesegnet ich bin, weder Baby Blues noch Wochenbettdepression oder irgendwelche Schwierigkeiten in der Schwangerschaft oder bei der Geburt erlebt zu haben. Diese Tatsache macht mich unfassbar dankbar und sehr demütig.
Dann gibt es noch die Mütter, die es nicht so leicht haben, wie ich. Mütter, die ihre Rolle nicht so positiv erleben und die es bereuen, Mutter geworden zu sein.
Zwischen Regretting Motherhood und der Toxic Mom Bubble scheint es allerdings nicht so viel zu geben. Bedürfnisorientierte Erziehung, friedvolle/achtsame Elternschaft ist noch so eine “Nische”. Wenngleich ich mein Kind bedürfnisorientiert erziehen möchte, fühle ich mich (noch?) nicht berufen, darüber zu schreiben. Wohin also mit mir?
Ich bin einfach nur unheimlich gerne Mama. Mutterschaft ist sinnstiftend für mich. Sie macht mich glücklich, strengt mich an, fordert mich heraus, wirft ganz neue Fragen auf. Und in gewisser Weise hat Mutterschaft mich befreit.
Als Mutter in der Gesellschaft
Es gibt nichts Schöneres und Schwereres als Mutter sein. Und das Schwere macht uns unsere Gesellschaft noch ein bisschen schwerer. Eine Gesellschaft, in deren System es wenig Unterstützung für Mütter gibt. Eine Gesellschaft, in der das, was Mütter jeden Tag leisten, als selbstverständlich angesehen wird und wo Wertschätzung ein rares Gut ist. Eine Gesellschaft, in der Mütter für jede persönliche Entscheidung kritisiert werden: Du stillst nicht? Aber Muttermilch ist das Beste! Du stillst? Damit verwöhnst du dein Baby nur! Du gehst arbeiten? Rabenmutter! Du bist den ganzen Tag zu Hause? Glucke! Und wie könnt ihr euch das überhaupt leisten? Erfüllt dich die Mutterrolle nicht ganz und gar? Du solltest nicht nur Mutter sein, sondern auch Frau bleiben!
Mütter müssen sich viel anhören. Vor allem viel, was unnötig und unfreundlich ist. Jeden Tag. Von Menschen, die die Situation gar nicht einschätzen können, die es nichts angeht.
Jede und jeder glaubt, ihre oder seine Meinung wäre wichtig und gefragt. Und in Social Media scheinen sich obendrein alle nur noch über alles zu beschweren. Der Zenit der Empörungskultur.
In meinem privaten Umfeld sehe ich wundervolle Mütter. Mütter, die ihre Kinder lieben. Mütter, die alles für ihre Kinder geben. Mütter, die zu Hause bleiben und solche, die erwerbstätig sind.
Alle haben etwas gemeinsam: Sie sind gestresst und angespannt, manche regelrecht gehetzt und (vielleicht auch deshalb) unzufrieden.
Die Art und Weise, wie unsere heutige Gesellschaft das Leben versteht und angeht, ist trostlos, anstrengend und festgefahren.
Es geht letztlich um große Fragen à la “Wie wollen wir leben?”, “Was für eine Kindheit ist in Deutschland eigentlich (noch) möglich?”, “Wie familienfeindlich ist unser Umfeld?” Das sind zwar (auch) gesellschaftliche Fragen, doch ich bin überzeugt davon, dass jede von uns ihre eigenen Antworten darauf finden muss. Warum? Erstens: Weil wir nicht darauf warten können, dass die Gesellschaft überhaupt irgendwann mal Antworten liefert. Zweitens: Weil die Antworten vielleicht gar nicht für uns passen, keine Lösungen für unser eigenes Leben bieten. Drittens: Weil nicht andere oder das System dafür verantwortlich sind, wie wir unser Leben gestalten, sondern wir selbst.
Der dritte Punkt der Verantwortlichkeit greift tief. Wir sind selbst verantwortlich für jeden Bereich unseres Lebens. Der erste Schritt ist, dies zu erkennen. Der zweite Schritt ist, danach zu handeln.
Deshalb sieht mein eigener Ansatz wie folgt aus:
Die eigenen Gedanken ordnen,
Muster erkennen und durchbrechen, um
dem Gehirn zu helfen, neue Wege zu gehen.
Ich bin hier, um mein Leben so zu führen, wie es für mich am besten ist. Um mein Potenzial auszuschöpfen. Um zu tun, was mir wichtig ist. Und mir dabei selbst treu zu bleiben. Um dabei lebenslang zu lernen und mich als Person weiterzuentwickeln. Um die Mama zu sein, die mein Kind verdient hat. Auch, wenn ich schon jetzt die beste Mama für mein Baby bin.
Für mich persönlich ist es vollkommen in Ordnung, unbeliebt zu sein. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen mit der Formulierung: Ich habe den Mut dazu, nicht gemocht zu werden. (Übrigens gibt es ein Buch, das einen ähnlichen Titel trägt. Ich habe es leider noch nicht gelesen.) Natürlich wird kein Mensch von allen anderen gemocht; dies anzunehmen, scheint aber vielen nicht leicht zu fallen.
Sinn und Zweck dieses Blogs
Daran knüpft sich auch das Ziel dieses Blogs an. Und nein, ich blogge nicht, damit ihr euer Geld für all die hübschen Sachen ausgebt, die ich besitze. Natürlich zeige ich hier Produkte, die mein Leben tatsächlich bereichern, falls ihr sie kaufen möchtet. Das ist meine Form der Erwerbstätigkeit.
Meine Hoffnung ist, dass andere Mamas durch meinen Blog für sich herausfinden, wie sie ein wirklich schönes und erfülltes Leben führen können – während auch ich mich auf diesem Weg bewege, genau das für mich zu entdecken, zu erfahren und zu lernen.
Das kann das Reisen mit Baby und/oder Kleinkind betreffen oder die Art und Weise, wie wir Zeit mit unseren Kindern verbringen oder sich zu hinterfragen und die Fähigkeiten unseres Geistes herauszufordern.
Während ich durch das Leben als Mama navigiere, will ich mir dabei Räume erschließen – für Schönheit, Leichtigkeit und Glück(seligkeit). Ich will mein Kind hegen und pflegen und es wachsen und gedeihen sehen; und genauso will ich auch mit mir selbst umgehen. Liebevoll und respektvoll und wertschätzend.
Die einen von euch werden vielleicht nicht verstehen, was ich meine. Die anderen halten es vielleicht für erstrebenswert, einen Status zu erreichen, bei dem ihr euch so wohl fühlt in dem, was, wie und wer ihr seid, dass euch die Meinung anderer über euch, euer Leben und eure Entscheidungen gleichgültig ist – weil ihr glücklich und zufrieden seid.
Wir müssen weder von allen gemocht noch von allen verstanden werden, um gute Mütter zu sein.
Ich will hier nichts predigen. In dieser winzig kleinen Ecke des Internets, die mir gehört, die mein digitaler Wohlfühlort ist, teile ich lediglich meine Gedanken. Wer sich hier aufgehoben fühlt, wer mich mag, wem es hier gefällt, ist herzlich eingeladen, zu bleiben – alle anderen können gehen.
Natürlich hoffe ich sehr, dass einige von euch, die meine Texte lesen, damit d’accord sind, Mehrwert darin sehen und im besten Fall sogar Inspiration finden.
Wenn wir Mütter glücklich und zufrieden sind, wird unsere eigene Welt und die unserer Kinder besser. Es wird weniger Ärger und Frustration geben. Zumindest habe ich genau das bei mir selbst beobachtet – in meiner Welt und der meiner Tochter:
Als ich begann zu verstehen, wie mein eigener Verstand arbeitet und wie das Gehirn von Kleinkindern funktioniert, wurde ich freundlicher, empathischer und liebevoller.
Ein ruhiges & friedliches & glückliches Leben
Ich will mich nicht von Ängsten und Unzufriedenheit beherrschen lassen. Unsere Gedanken formen unsere Lebensrealität. Deshalb begann ich, das Denken zu erlernen.
Negative Gedankenspiralen durchbrechen
Nach einer unfreundlichen Begegnung versuche ich heute nicht mehr, mich selbst in die Opferrolle zu schicken und mich zu fragen, warum mir das widerfahren ist. In den meisten Fällen wird die Person, über die ich mich so ärgere, nicht absichtlich unhöflich oder garstig zu mir gewesen sein. Es wird nichts mit mir zu tun gehabt haben, sondern mit der Person selbst. Vielleicht hatte sie oder er einen schlechten Tag, eine schlimme Nachricht erhalten oder Streit mit einem geliebten Menschen. Und wenn es doch darum ging, mich gezielt zu verletzen, so hat diese Person wohl wirklich große Probleme, die noch viel weniger etwas mit mir zu tun haben.
Ich tue mir keinen Gefallen damit, wenn ich negative Begegnungen den ganzen Tag oder sogar die nächsten Tage meine Gedanken beherrschen lasse.
Also gebe ich nichts mehr darauf, was andere von mir denken. Und ich verliere mich nicht mehr in Gedanken und Sorgen über unangenehme Begegnungen.
Vergebung schenken
Es geht nicht darum, negatives Verhalten rückgängig zu machen oder das Geschehene zu leugnen. Es geht darum, den Ärger und die Verbitterung bei sich selbst zu lösen.
Heute entschied ich mich, dir zu vergeben. Nicht, weil du mich um Entschuldigung gebeten hast oder anerkannt hast, welchen Schmerz du mir zugefügt hast, sondern weil meine Seele Frieden verdient.
Najwa Zebian
Das Gute im Schlechten sehen
In meinem Leben habe ich zwei tiefgreifende, traumatische Erfahrungen gemacht. Besonders in der ersten konnte ich die längste Zeit nur das Negative sehen. Was sollte an etwas so Schlimmen auch gut sein? Doch irgendwann wurde es mir klar: Nur durch dieses traumatische Erleben wurde ich zu der Person, die ich heute bin. Nur dadurch bin ich in die Stadt gezogen, in der ich meinen Mann kennengelernt habe, mit dem ich Jahre später ein Kind bekommen habe.
Vieles von dem Negativen, das uns widerfährt, können wir nicht kontrollieren. Aber wir können kontrollieren, wie wir reagieren, wie wir mit schlechten Erfahrungen umgehen und uns entscheiden, etwas Gutes in dramatischen Erlebnissen zu suchen – manchmal finden wir es vielleicht erst Jahre später.
Der Weg zu einem erfüllten Leben: Handlungsplan
Es gibt nichts Schwierigeres und nichts Befreienderes, als Herrin über den eigenen Verstand zu werden. Der Weg ist schnell erklärt – gehen muss ihn jede von uns allein.
Findet heraus, welche Fragen euch beschäftigen, welche Situationen euch herausfordern, mit welchen Menschen in eurem Leben euch der Umgang schwer fällt. Was hält euch zurück? Sind es die Meinungen und/oder Erwartungen anderer? Ist es ein negatives Ereignis, das euch widerfahren ist und mit ihr nicht abschließen könnt? Ist es eine Angst, die euch beherrscht und die ihr nicht versteht?
Dann sucht Hilfe. In Büchern, bei einem Life Coach, in Selbsthilfegruppen oder in einer Psychotherapie. Sich Hilfe zu suchen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche. Ihr zeigt damit den Mut, euch weiterzuentwickeln – auch, wenn es schwierig und vielleicht sogar schmerzhaft ist.
Und dann wendet an, was ihr gelernt hat. Übertragt es in euer Leben, um wirklich davon zu profitieren. Wendet es an, arbeitet daran! Niemand kann die Lektionen in euren Alltag implementieren – nur ihr allein könnt euer Leben verändern und verbessern.
Leseliste
Diese Bücher werden euch helfen, zu verstehen, wie euer Verstand und der eurer Kinder arbeitet. Dieses Wissen ist es, das mich befreit hat – befreit von den Erwartungen der Gesellschaft und von meinen eigenen. Dieses Wissen ist es, das mein Leben verändert hat.
Übrigens lese ich Bücher nicht mehr, seit ich Mama geworden bin. Ich lasse sie mir vorlesen – als Hörbuch beim Autofahren, Schminken, Kochen oder wann immer die gerade stattfindende Aktivität und mein Kind es erlauben.
W E I T E R E B E I T R Ä G E
Moderne Mutterschaft


Über den Umgang mit Geld und die Notwendigkeit, das Finanzsystem zu verstehen.