Elternzeit Roadtrip: 7 wichtige Tipps für die Reiseplanung

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Ein Elternzeit Roadtrip will gut geplant sein. Schon ein gewöhnlicher Roadtrip kann – sofern keine spontane Unternehmung – sehr planungsintensiv sein. Reiseland bzw. -länder, Orte, Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Routen, Unterkünfte oder Campingplätze usw. müssen recherchiert werden. Roadtrips mit Baby oder Kleinkind bringen nochmal einige Herausforderungen mehr mit sich. Es wird ein wenig abenteuerlich werden! Ihr könnt euch nicht auf jede Eventualität vorbereiten. Aber mit diesen Tipps für die Planung eures Elternzeit Roadtrips seid ihr bestens gerüstet!

 

1. ELTERNZEIT ROADTRIP IM WOHNMOBIL


Wenn ihr euch schon für einen Roadtrip entschieden habt, stellt sich nur noch die Frage nach dem Fahrzeug. Hier ist ein Wohnmobil die beste Wahl. Das gilt auch dann, wenn ihr zuvor noch nie auf diese Art gereist seid. Aber: Es ist zugegebenermaßen leichter, wenn ihr schon Erfahrung mit Wohnmobilreisen gemacht habt.

Wir waren bei unserem Elternzeit Roadtrip zum ersten Mal überhaupt mit Wohnmobil unterwegs und wenngleich es äußerst komfortabel war, benötigten wir doch eine kurze Zeit, um uns daran zu gewöhnen, ein so großes Fahrzeug zu steuern und uns mit den Gegebenheiten auf verschiedenen Campingplätzen vertraut zu machen. Zunächst kann das Vanlife etwas umständlich wirken, aber tatsächlich ist es trivial, sobald ihr alles, was dazu gehört, einmal durchlaufen habt. Dazu zählen etwa die Entleerung der Schwarz- und Grauwassertanks und das Auffüllen des Frischwassertanks. Lasst euch nicht abschrecken: Die Handhabung ist wirklich leicht!

Noch nicht überzeugt? Dann lest hier nach, welche Gründe für einen Roadtrip mit Wohnmobil sprechen!


2. ELTERNZEIT ROADTRIP REISEZIEL WÄHLEN


Elternzeitreisen sind in der Regel länger als gewöhnliche Urlaubsreisen. Deshalb bieten sie sich besonders dafür an, ein oder mehrere Länder intensiv kennenzulernen und nicht nur an einem Ort zu verweilen – Roadtrip-Style!

Als Viel- und Weitgereiste wollten wir die Elternzeitreise nutzen, um ein Land kennenzulernen, in dem wir noch nicht waren. Allerdings zeigt unsere Erfahrung nun, dass es wesentlich stressfreier ist, ein Land zu wählen, das man bereits kennt. Man war schon mal da, ist mit Land und Leuten, Verkehrsregeln und Einkaufsmöglichkeiten, Klima und Gepflogenheiten vertraut. Das macht es leichter. Für Abwechslung und Neues könnt ihr einfach eine andere Region wählen, als die, in der ihr bereits gewesen seid. Und ganz ehrlich: Mit Kind werdet ihr unterwegs sowieso ganz andere Erfahrungen machen, als je zuvor.

Natürlich ist auch die Infrastruktur entscheidend: Straßen, die mit Wohnmobil gut befahrbar sind sowie für den Notfall eine adäquate medizinische Versorgung – die ihr hoffentlich nicht in Anspruch nehmen müsst.

Die klimatischen Bedingungen sollten nicht zu sehr von denen in eurem Heimatland abweichen, um eurem Baby oder Kleinkind die Anpassung nicht zu schwer zu machen.


3. ELTERNZEIT ROADTRIP ROUTE PLANEN


Ein Tipp für die Routenplanung, der Gold wert ist: Plant mehr Zeit ein. Und dann verdoppelt die Zeit, die ihr eingeplant habt.

Für einen Elternzeit Roadtrip solltet ihr für die einzelnen Etappen wesentlich mehr Zeit einplanen, als ihr es tun würdet, wärt ihr ohne Kind unterwegs. Fährt euer Baby bzw. Kleinkind gern Auto? Wenn nicht, kann das unterwegs zu einem nicht zu unterschätzenden Problem werden, sodass ihr etwa zu lange Etappen nicht wie geplant schafft.

Wählt insgesamt keine zu lange Route, sondern bleibt lieber länger an einem Ort. Nach meiner Erfahrung sollte man mindestens drei Tage auf einem Campingplatz bleiben. Alles andere ist unnötig stressig.

Während der Planung unseres Elternzeit Roadtrips haben wir die Route immer wieder gekürzt. Den größten Unterschied machte, dass wir von der Idee der Rundreise abkamen und stattdessen die Strecke nur in eine Richtung gefahren sind – eine One-Way-Tour. Da unser Start- und Zielpunkt nicht derselbe waren, berechnete uns der Verleiher des Wohnmobils eine zusätzliche Gebühr. Zudem sind Gabelflüge grundsätzlich kostenintensiver als einfache Hin- und Rückflüge.

Bedenkt auch, dass ihr mit einem Wohnmobil für dieselbe Strecke länger benötigen werdet, als mit einem Auto.


4. ELTERNZEITREISEN SIND KEIN URLAUB


Erholung und Sightseeing Fehlanzeige? Mitunter kann die Reise anstrengender sein, als euer eingespielter Alltag zu Hause.

Tagsüber mal die Füße hochlegen oder selbst ein Nickerchen machen, Mountain Biking, Surfen oder Klettern, in einem gemütlichen Restaurant am Hafen lokale Fischspezialitäten genießen oder am Abend ein Glas Wein trinken – alles schwierig. Manches geht, wenn euer Kleines gerade schläft oder ihr euch mit eurem Partner oder eurer Partnerin abwechselt. In letzterem Fall geht natürlich auch wieder das gemeinsame Erleben und Zweisamkeit verloren.

Dazu kommt, dass euer Kleines sich natürlich weiterentwickelt. Ihr könnt nicht vorhersehen, wann euer Baby zahnen oder mit Krabbeln anfangen wird, ob der nächste Entwicklungssprung genau dann einsetzt, wenn ihr es vermutet. Wie wird euer Kleinkind mit dem Essen im Reiseland zurechtkommen? Und wie wird es die vielen neuen Eindrücke verarbeiten? Wie werden eure Nächte werden?

Außerdem werdet ihr nicht einmal halb so viele Sehenswürdigkeiten besuchen können, wie ihr es ohne Kind konntet. Dafür werdet ihr andere, ganz neue Erfahrungen sammeln und vielleicht wird euch der Roadtrip mehr bereichern als ihr es euch je vorstellen konntet. Nur hat Reisen in der Elternzeit mit Urlaub wenig zu tun. Es ist wichtig, sich dies bewusst zu machen.


5. MEIDET DIE HAUPTSAISON


Als wir festgelegt hatten, welche Monate wir für die gemeinsame Elternzeit nutzen wollen, haben wir einen entscheidenden Fehler gemacht: Obwohl wir wussten, dass wir eine Elternzeitreise machen würden, haben wir genau diesen Umstand nicht berücksichtigt. Als Resultat sind wir inmitten der Hauptsaison nach Kanada gereist. In der Vor- oder Nebensaison wäre es deutlich kostengünstiger gewesen. Unsere Planung beanspruchte viel Zeit und wir beobachteten zähneknirschend, wie die Kosten für unser Wohnmobil von Woche zu Woche stiegen, bevor wir endlich final buchen konnten.

Stellplätze müssen nicht im Voraus gebucht werden und es ist unproblematisch, bei kurzfristiger Routenänderung welche zu finden. Mit einer spontanen Anpassung der Route müsst ihr mit Kind immer rechnen und je länger ihr unterwegs seid, desto wahrscheinlicher wird ein solches Szenario. Wenn ihr keine feste Route geplant habt, seid ihr außerhalb der Hauptsaison natürlich noch flexibler, weil ihr nicht auf das Problem stoßen werdet, keinen freien Stellplatz zu finden.

Ein weiterer Vorteil: weniger Trubel. So könnt ihr die Sehenswürdigkeiten ohne Menschenmassen genießen.


6. ERSTELLT PACKLISTE(N) FRÜHZEITIG & NEHMT EUCH ZEIT FÜR DAS PACKEN


Ein Roadtrip mit Baby oder Kleinkind muss gut vorbereitet werden. Ich hatte mehrere Wochen im Vorfeld begonnen, verschiedene Listen zu erstellen:

  • Packlisten für mich und meinen Mann

  • Packliste für unser Baby

  • Liste für die Baby-Reiseapotheke

  • Einkaufsliste Lebensmittel für ersten Tag

  • Einkaufsliste allgemeine Besorgungen für ersten Tag (von Duschgeld über Hochstuhl bis Windeln)

Für das Packen hatte ich einen ganzen Tag eingeplant und diese Zeit auch benötigt. Erledigt habe ich das bereits drei Tage vor Abreise, um für Unvorhergesehenes gewappnet zu sein und gegebenenfalls noch reagieren zu können.


7. PAPIERKRAM NICHT VERGESSEN


Neben dem Offensichtlichen, wie Reiseunterlagen und Flugtickets, benötigt ihr für jeden Roadtrip außerhalb Deutschlands

  • Kinderreisepass (auch im EU-Ausland!)

  • evtl. Impfpass eures Babys/Kleinkinds

  • Auslandskrankenversicherung für euch und euer Kleines

  • Reiserücktrittsversicherung

Jetzt heißt es nur noch: Auf ins Abenteuer Elternzeit Roadtrip!

 

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