Wohnung aufräumen: 12 Tipps für Mamas
Eine aufgeräumte Wohnung – mit Kindern ist das schwierig. Aufräumen und Putzen fressen unglaublich viel Zeit. Und Zeit ist eine der knappsten Ressourcen, die Müttern zur Verfügung steht. Außerdem wird man nie fertig, was nicht gerade zur Motivation beiträgt. Die Spielsachen sind überall. Immer. Überall. Aber nicht nur die. Viel lieber würde ich mit meiner Tochter auf den Spielplatz gehen, ihr vorlesen oder irgendetwas anderes tun, als aufzuräumen. Eine gewisse Grundordnung aufrechtzuerhalten, hilft enorm. Das Aufräumen wird so erleichtert und beschleunigt. Die besten Tipps für eine aufgeräumte Wohnung habe ich hier zusammengefasst. Aber vergesst nicht: Kein Haus, keine Wohnung ist immer makellos aufgeräumt und blitzblank sauber. Ihr habt kleine Kinder. Ihr lebt in eurem Zuhause. Es ist in völlig in Ordnung, wenn man das auch sieht.
WOHNUNG AUFRÄUMEN LEICHT GEMACHT
1. Ausmisten.
Dinge, die ihr nicht besitzt, müsst ihr auch nicht aufräumen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Anschaffungen und Gegenstände für eure Kinder eine kurze Lebensdauer haben. Damit meine ich nicht, dass sie schnell kaputtgehen, sondern dass sie rasch nicht mehr benötigt werden. Das fängt bei Bodys in Größe 50 an, geht über Wickelkommode und Töpfchen, Rasseln und Krabbeldecke – und endet vermutlich nie. Verkauft oder verschenkt, was ihr nicht mehr verwendet.
2. Jeder Gegenstand braucht seinen festen Platz.
Um dauerhaft ein gewisses Maß an Ordnung zu halten, benötigt jede einzelne Sache einen Ort, an dem ihr sie verstauen könnt. Andernfalls schiebt ihr die Dinge nur von einer Seite des Zimmers zur anderen und es bleibt unaufgeräumt.
Nicht nur ihr solltet wissen, was wohin gehört, sondern auch euer Partner und eure Kinder. So können alle dabei helfen, einen gewissen Grad an Ordnung in eurem gemeinsamen zu Hause aufrecht zu halten.
Eine Sache hat keinen festen Platz? Findet einen oder schaut, ob ihr den Gegenstand überhaupt benötigt.
3. Rotationssystem für Spielsachen.
Stellt euren Kleinen immer nur einen Teil ihres Spielzeugs zur Verfügung und tauscht die Spielsachen jede Woche oder jeden Monat aus. Räumt das restliche Spielzeug so weg, dass eure Kinder es nicht sehen können. Verschließt es in einem für sie unzugänglichen Schrank oder verstaut es im Keller.
Kinder können ein neues Spiel besser beginnen und sich darin vertiefen, wenn das Spielzeug und die Spielumgebung zuvor aufgeräumt sind und sie so gewissermaßen auf einer leeren Leinwand starten.
Zudem ist Spielzeug, das nicht permanent zur Verfügung steht, interessanter. Durch die Rotation haben die Kleinen immer wieder neues Spielzeug, ohne dass tatsächlich etwas neu angeschafft werden muss.
Und zu guter Letzt geht das Aufräumen nun wesentlich schneller, weil weniger Spielzeug herumliegt.
Übrigens ist das auch ein entscheidender Faktor bei der Unfallprävention. Achtet unbedingt darauf, dass die Laufwege frei sind. Eine umfangreiche Checkliste für eine baby- bzw. kindersichere Wohnung findet ihr hier.
4. Körbe. Viele Körbe.
Platziert in jedem Raum dekorative Körbe, in die ihr im Laufe des Tages im Vorbeigehen herumliegende Dinge werfen könnt. Abends könnt ihr die Körbe dann leeren und alles an seinen eigentlichen Platz bringen.
Auf diese Weise könnt ihr schnell etwas aus dem Weg räumen und erleichtert es euren Kindern – wenn sie das entsprechende Alter haben – Ordnung zu halten.
5. Verlasst ein Zimmer nie mit leeren Händen.
Räumt jedes Mal, wenn ihr von einem Zimmer zum anderen geht, etwas auf.
Ihr habt gerade saubere Wäsche in den Kleiderschrank im Schlafzimmer geräumt? Lasst den Blick kurz durch den Raum schweifen und schaut, was ihr auf dem Weg zurück in die Küche mitnehmen oder wegräumen könnt. Liegen schmutzige Socken auf dem Boden oder steht eine Tasse auf dem Nachttisch? Werft sie gleich in den Wäschekorb oder stellt sie in die Spülmaschine.
Jeden kleinen Handgriff, den ihr im Vorbeigehen erledigt, müsst ihr später nicht mehr machen. So verhindert ihr gleichzeitig, dass sich zu viel ansammelt, das aufgeräumt werden muss.
6. Stellt euch einen Timer.
Gerade am Abend gibt es häufig noch viel, was erledigt werden muss: Spielsachen wegräumen, Geschirr in die Spülmaschine stellen oder abwaschen, Müll wegbringen, Frühstückstisch für den nächsten Tag decken, herumliegende Kleidung aufräumen, etc.
Wenn alles zu viel erscheint, stellt euch einen Timer für 15 Minuten. Macht in der Zeit das, was ihr schafft und dann lasst es gut sein. Ihr werdet mehr erledigen, als ihr vielleicht denkt und der Rest muss eben bis morgen warten.
Anstelle eines langweiligen Timers könnt ihr auch eine Aufräum-Playlist mit ein paar wenigen Liedern verwenden. Das können eure Lieblingssongs sein oder einfach Musik, die gute Laune macht. Auf diese Weise wird das Aufräumen vielleicht sogar ein wenig vergnüglich.
7. Wascht jeden Tag eine Ladung Wäsche.
Schmutzwäsche stapelt sich schnell. Die 17 Sekunden, in denen mal alles sauber und aufgeräumt ist und keine Wäsche zu waschen ist, sind rar.
Früher, in der Zeit unserer Eltern und Großeltern, war es üblich, einen Waschtag zu machen. Ein Tag, an dem die gesamte Wäsche gewaschen wurde. Ich habe das auch versucht und festgestellt, dass ich dann den gesamten Tag nur mit der Wäsche beschäftigt bin und gar nicht hinterher komme. Gerade dann, wenn man nicht alles in den Trockner gibt, sondern viel auf den Wäscheständer hängt, stößt man schnell an Kapazitätsgrenzen. Dann benötigt alles unterschiedlich viel Zeit zum Trocknen und man ist doch wieder mehrere Tage beschäftigt.
Deshalb ist es sinnvoller, jeden Tag ein bisschen Wäsche zu waschen. Morgens in die Waschmaschine, irgendwann im Laufe des Tages in den Trockner oder auf die Wäscheleine und abends gegebenenfalls zusammenlegen.
8. Saubere Oberflächen.
Achtet darauf, dass die Oberflächen aufgeräumt und sauber sind. So wirkt alles gleich viel ordentlicher. Gerade auf der Arbeitsplatte in der Küche oder auch auf den Oberflächen von Kommoden sollte nicht permanent etwas abgelegt werden.
9. Die richtigen Tools immer in Reichweite.
Verwendet Reinigungsmittel und elektrische Geräte, die gut für euch funktionieren und bewahrt sie dort auf, wo ihr sie benötigt.
Unser Akku-Staubsauger hängt an der Wand in der Küche – nicht gerade dekorativ, aber praktisch, da ich ihn hier am häufigsten verwende. Außerdem haben wir noch einen Saugroboter im Einsatz und in einem anderen Raum befindet sich ein Handstaubsauger.
Das Mittel zur Vorbehandlung der Wäsche, bevor sie in die Waschmaschine kommt, bewahre ich im Wäschekorb auf. Der Ofenreiniger befindet sich in einem Schrank gleich neben dem Ofen, usw. So ist alles immer nur einen Handgriff entfernt.
Wichtig: Achtet darauf, dass eure Kinder keinen Zugang zu Reinigungsmitteln und anderen Chemikalien haben!
10. Alles gleich wegräumen.
Macht euch nicht zusätzlich Arbeit, indem ihr Dinge oder Aufgaben stapelt. Was ich damit meine? Hier ein paar Beispiele:
Sortiert die Post sofort, nachdem ihr sie aus dem Briefkasten geholt habt und legt sie nicht einfach irgendwo ab.
Räumt schmutziges Geschirr ohne Umwege in die Spülmaschine.
Legt die gewaschene Wäsche zusammen, sobald sie trocken ist und räumt sie sofort in den Kleiderschrank. Nichts ist schlimmer als Wäscheberge auf Kommoden, Stühlen oder im Badezimmer.
Bringt das Bügelbrett zurück an seinen Platz, wenn ihr es nicht mehr benötigt.
11. Die 2-Minuten-Regel.
Manchmal bleibt aber doch etwas liegen. Für diesen Fall gilt: Erledigt alles, was weniger als zwei Minuten dauert, sofort. Denkt nicht erst darüber nach. Eine Nachricht beantworten, die Spülmaschine ausräumen – einfach machen.
12. Bezieht eure Kinder mit ein!
Selbst Kleinkinder können bereits lernen, dass Aufräumen notwendig ist. Lasst sie mit euch gemeinsam ihre Spielsachen in einen Korb oder eine Kiste räumen. Macht ein Spiel daraus, lasst ein Aufräum-Lied laufen oder singt gemeinsam. Kinder haben von sich aus das Bedürfnis zu helfen und sich einzubringen.
Meine Tochter hat mir schon mit 16 Monaten von sich aus geholfen, die Spülmaschine auszuräumen. Natürlich geht es so nicht schneller; es dauert sogar länger. Und ich muss sehr darauf achten, dass sie sich nicht verletzt und dass nach Möglichkeit nichts kaputt geht. Aber die Vorteile überwiegen: Erstens bereitet dieses Miteinander uns beiden Freude. Zweitens ist das der Grundstein für die kommenden Jahre. Wenn man Kleinkindern das Helfen verbietet, werden sie immer weniger Motivation dazu zeigen und später im Grundschulalter keine Beiträge zum Zusammenleben im gemeinschaftlichen Haushalt mehr leisten wollen.
Wichtig ist, dass die kleinen Aufgaben, die sie erledigen, altersgerecht sind.

