Selbständig machen als Mama mit Baby: 7 praktische Zeitmanagement-Strategien
Mit Mutterschaft ändert sich (fast) alles. Zeit bekommt eine neue Definition. Prioritäten ändern sich grundlegend. Die gesellschaftlich proklamierte Vereinbarkeit der beiden Rollen Mutter und Arbeitnehmerin wird als Lüge entlarvt. Viele Mamas sind nicht dazu bereit, im Berufsleben durch einen Arbeitgeber fremdbestimmt zu sein und nutzen die Babyjahre, um in die Selbständigkeit zu starten. Jetzt ist Zeitmanagement wichtiger als je zuvor. Manche Mütter finden nur Zeit für ihre eigenen Projekte, wenn die Kleinen schlafen. Doch spätestens dann, wenn das Baby ein Kleinkind wird, reduziert sich der Schlaf drastisch. Wie sollt ihr dann noch produktiv sein?
Obwohl ich meine kleine Tochter allein zu Hause betreue, schaffe ich es irgendwie, diesen Blog zu betreiben. Gut, nicht irgendwie, sondern ganz konkret mit den Strategien, die ich in diesem Beitrag vorstelle. Seit ich Mutter bin, habe ich einen ganz neuen Zugang zu Produktivität. Neulich bin ich über ein Buch gestolpert, dass sich genau damit befasst. Ich war ziemlich erstaunt, da mir viele der Ansätze offensichtlich erscheinen. Sind sie aber scheinbar nicht, wenn ein ganzes Buch zu dem Thema Absatz findet. Also, voilà!
1. PRODUKTIVITÄT ≠ ÄSTHETIK
Ein wunderbares Zitat aus dem Buch lautet: “Productivity is not pretty.” Richtig, bei echter Produktivität geht es nicht darum, dass diese hübsch aussieht. bzw. dass die Umgebung attraktiv und deshalb vermeintlich passend ist. Wir alle kennen die in Social Media mit Stolz präsentierten, kunstvoll gestalteten Arbeitsumgebungen: schöne und vor allem sehr aufgeräumte Schreibtische mit Blumenvasen auf Bücherstapeln, dekorativen Aufbewahrungsboxen für Utensilien, Buchständern mit aufgeschlagenen Kalendern und natürlich gerahmte Motivationssprüche an den Wänden. Wer Abwechslung benötigt, geht mit Laptop in ein Hipster-Café, setzt sich an den schönsten Fensterplatz und genießt einen Latte Macchiato mit perfektem Milchschaum. So lässt es sich arbeiten!
Diese Szenarien sind vermutlich für die meisten Mütter völlig unrealistisch und auch ein bisschen albern. Bedenkt nur die kostbare Zeit, die ihr verschwenden würdet, eine solche Arbeitsumgebung zu Hause einzurichten oder Kinderbetreuung zu organisieren, um euch in ein Café zu begeben.
Matthew Dicks erzählt in seinem Buch von einer Begebenheit, als er zu früh bei einem Zahnarzttermin angekommen war. Statt sich ins Wartezimmer zu setzen, blieb er im Auto auf dem Parkplatz, holte seinen Laptop hervor und schrieb weiter an dem Roman, an dem er gerade arbeitete.
Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich um 4:30 Uhr am Küchentisch. Das Geschirr fürs Frühstück habe ich zur Seite geschoben, um Platz für den Laptop zu haben.
Dasselbe gilt auch für Sport: Weder braucht ihr diese wunderschöne Yogamatte, noch die perfekte Leggings oder das der Figur schmeichelnde Top. Als Ästhetin schätze ich solche Dinge natürlich und sie geben mir zusätzliche Motivation; aber notwendig sind sie eben nicht. Einfach loslegen, einfach machen.
Mütter wissen, dass es nie die perfekte Zeit und die perfekte Umgebung für irgendetwas geben wird. Weder für Kreativität, noch für Sport oder gesunde Ernährung und auch nicht dafür, in die Selbständigkeit zu starten. Die Zeit dafür ist jetzt oder sie ist nie.
Akzeptiert die Unzulänglichkeiten eurer Umgebung. Wartet nicht auf den perfekten Moment oder darauf, euren Schreibtisch endlich hübsch hergerichtet zu haben. Um bei dem Beispiel von Matthew Dicks zu bleiben: Für Produktivität auf einem Parkplatz benötigt ihr nicht mal einen Laptop. Ein Smartphone reicht. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Akku leer ist, tut es auch ein Notizheft oder -zettel.
2. JEDE MINUTE ZÄHLT
Die meisten Menschen planen ihren Tag in Stunden. Dieser Ansatz funktioniert für Mütter kaum. Wann habt ihr tatsächlich mal eine ganze Stunde Zeit zu eurer freien Verfügung?
Eine interessante Anekdote von Matthew Dicks dazu ist diese: Er traf sich mit einer Frau, die ebenfalls Schriftstellerin werden wollte. Sie kam sieben Minuten zu spät. Sie bat um Entschuldigung und stellte ihm ihre Buchidee vor. Er wollte wissen, wie viel sie schon geschrieben habe. Die Antwort war, dass sie noch gar nicht begonnen hatte. Daraufhin zeigte Dicks ihr, wie er die sieben Minuten genutzt hatte, die sie spät zu ihrem Termin gekommen war: Er hatte weiter an seinem Buch geschrieben.
Jede Minute zählt. Nutzt die vielen kleinen Zeitfenster, die über den Tag verteilt sind. Wandelt Wartezeiten in Gelegenheiten zur Produktivität um. Notiert Ideen, macht Pläne, schreibt ein paar Zeilen oder lest einen Absatz. Nutzt die flüchtigen Minuten, um die Aufgaben zu erledigen, die euch dem näherbringen, was ihr im Leben erreichen wollt.
Allerdings heißt das nicht, dass ihr keine Pausen mehr machen sollt. Pausen sind für alle wichtig, insbesondere aber für Mütter. Jede einzelne Minute unseres Lebens ist wertvoll. Jede Minute gut zu nutzen, heißt auch, sie für Pausen zu verwenden, um euch auszuruhen, zu entspannen und neue Energie aufzuladen. Die Bedeutung von Ruhe und Entspannung für langfristige und nachhaltige Erfolge, aber auch für eure Gesundheit und Lebensqualität, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Die Frage ist: Was macht ihr mit eurer Zeit? Mit drei Minuten, die ihr gerade habt? Produktivität bedeutet, Zeit bewusst, effektiv und mit Freude zu verbringen.
So sind auch bewusst gewählte und angenehm gestaltete Ruhepausen effektiv, da sie euch Kraft für die nächsten Aufgaben geben. Gedankenlos TikTok zu öffnen und durch den For You Feed zu scrollen, ist dagegen meist keine bewusst getroffene Entscheidung und selten effektiv (es sei denn, ihr recherchiert gezielt etwas Bestimmtes). Außerdem können die geschönten Selbstdarstellungen anderer leicht zu gedrückter Stimmung führen.
Überhaupt fressen die sozialen Medien viel kostbare Zeit. Um das einzudämmen und einen bewussteren Umgang damit zu schaffen, habe ich zwei wertvolle Tipps:
Verbannt die Social-Media-Apps von dem Home-Bildschirm eures Smartphones. Platziert sie auf einem anderen Screen, zu dem ihr erst nach links wischen müsst.
Nutzt eine App wie OneSec. Nach der Einrichtung zwingt euch diese App, kurz darüber nachzudenken, ob ihr Instagram und Co. wirklich öffnen wollt.
Mit diesen beiden Methoden habe ich gerade meinen Instagram-Konsum erheblich reduziert. Und mir wurde erschreckend klar, dass ich die Plattform häufig nur aus Gewohnheit geöffnet habe, ohne dabei eine wirkliche Absicht zu haben. So gedankenlos möchte ich nicht mit meiner Zeit umgehen.
3. WÄHLT EUREN EIGENEN WEG
“The only real failure for any creator is to stop making stuff.” Wirklicher Misserfolg entsteht nur dann, wenn ihr aufhört, eure Ziele zu verfolgen.
Größere Projekte – einen Roman schreiben, ein Scrapbook gestalten, ein Geschäftsmodell entwickeln, ein Kinderzimmer einrichten, eine Programmiersprache erlernen, einen YouTube-Kanal starten oder eine mehrmonatige Elternzeitreise planen – scheinen häufig gar nicht umsetzbar zu sein. Der Alltag als Mama ist so ausgefüllt und fordernd, dass manche Träume oder Vorhaben schlichtweg zu groß erscheinen. Aber wenn ihr euer großes Projekt nicht mehr als Ganzes betrachtet, sondern die vielen kleinen Einzelschritte seht, wird es machbar.
Entscheidend ist, dass ihr die einzelnen Schritte nicht als linearen Prozess versteht. Häufig muss auf A nicht zwingend zuerst B und dann C folgen. Natürlich setzen manche Aufgaben voraus, dass andere abgeschlossen sind. Ist das aber nicht der Fall, könnt ihr zwischen Aufgaben springen und zuerst das erledigen, was sich gerade anbietet oder euch in diesem Moment leicht fällt.
Beim Schreiben eines Romans muss man nicht am Anfang des Buches beginnen. Ihr könnt mittendrin in der Geschichte starten. Und ihr müsst auch nicht ein Buch nach dem anderen schreiben. Es gibt Schriftsteller*innen, die zeitgleich an fünf Büchern arbeiten und sich jeden Morgen dem widmen, zu dem sie sich gerade am meisten hingezogen fühlen. Ähnlich wie ein Frosch, der zwischen verschiedenen Seerosenblättern hin- und herspringt, um von einem Ufer eines Sees zum anderen zu gelangen. Oder vielleicht schwimmt der Frosch auch – die Metapher hinkt.
Das Beispiel des Romans soll lediglich veranschaulichen, dass es nicht den einen, fest vorgeschriebenen Pfad gibt, den ihr Punkt für Punkt abarbeiten müsst, um dorthin zu gelangen, wo ihr hinwollt. Stellt euch also folgende Frage, um eurem Ziel näherzukommen: “Welche der vielen kleinen Teilaufgaben kann ich heute beginnen?” Wenn ihr an einer Stelle nicht weiterkommt, überlegt, ob ihr den Punkt erstmal überspringen könnt und stattdessen etwas anderes tut, um weiterzukommen.
Das Springen zwischen verschiedenen Aufgaben ermöglicht Flexibilität und gibt euch ein Gefühl der Erfüllung, weil ihr vorankommt.
4. BEHALTET DEN HORIZONT IM BLICK
Vermutlich kennt ihr SMARTe Ziele (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert). Im Berufsleben im Allgemeinen und im Projektmanagement im Besonderen ist diese Herangehensweise zweifelsohne sinnvoll. Im persönlichen Bereich – auch dann, wenn es beispielsweise um den Aufbau einer Selbständigkeit geht – können SMARTe Ziele sehr limitierend und demotivierend wirken. Gerade im zu einem mehr oder weniger großen Teil fremdbestimmten Alltag als Mama gibt es einfach zu viele Aspekte, die außerhalb eurer Kontrolle liegen. Dadurch steigt die Gefahr, SMARTe Ziele nicht zu erreichen. Dieses vermeintliche Versagen wiederum kann leicht zu Frustration führen.
Gestaltet die Zieldefinition deshalb von vornherein realistisch. Wie? Mit Horizont-Zielen. Setzt eure Ziele breit gefächert und flexibel. Bleibt vage in der Formulierung. Damit haltet ihr euch viele Optionen offen, bleibt anpassungsfähig und erhaltet euch die Freiheit, auf eurem Weg verschiedene Abzweigungen zu erkunden.
Ein Horizont-Ziel könnte lauten: “Ich werde eine Fotografin sein.” Vielleicht werdet ihr Hochzeitsfotografin, eröffnet ein eigenes Atelier, unterrichtet Fotografie, dokumentiert Klimaschutz-Projekte, nehmt Aufträge für Zeitungen an oder seid bei einem Theaterhaus angestellt oder baut euren eigenen Blog für Reisefotografie auf. All diese und noch viel mehr Möglichkeiten sind in dem Satz “Ich werde eine Fotografin sein.” inbegriffen.
5. KEINE LANGZEITPLÄNE
Es gibt Menschen, die machen Fünfjahrespläne für ihr Leben. Solch starre Pläne haben mich schon immer erschreckt. “Five year plans are inviting the universe to drop a piano on you.” schreibt Dicks. Zu spezifische Lebenspläne können leicht absolut unvorhersehbaren Ereignissen zum Opfer fallen.
Natürlich benötigt ihr einen Plan. Wie heißt es so schön bei Alice im Wunderland? “Wenn du nicht weißt, wo du hinwillst, ist es egal, welchen Weg du einschlägst.” Ihr braucht einen fließenderen Ansatz; eine Vision eures zukünftigen Ichs. Verfolgt diese mit Flexibilität und Widerstandsfähigkeit, damit ihr euren Weg an die sich verändernden Bedürfnisse eures Familienlebens anpassen könnt.
Schaut immer wieder zurück auf das, was ihr bereits geschafft habt. Feiert eure Erfolge! Wie leicht vergisst man den weiten Weg, den man schon zurückgelegt hat und sieht nur das, was noch vor einem liegt. Indem ihr eure Horizont-Ziele und vor allem euren Ausgangspunkt niederschreibt, könnt ihr euch vielleicht besser daran erinnern, was ihr bereits geleistet habt.
Als Mama neigt ihr vielleicht dazu, zu denken – oder gar auszusprechen: Heute habe ich wieder nichts geschafft. Mütter leisten jeden Tag enorm viel. Und wenn einzelne Tage oder gar Wochen dabei sind, an denen ihr vermeintlich nichts erledigt bekommt, seht auf das große Bild. Ich denke auch manchmal, ich würde nichts schaffen. Aber das stimmt nicht: Ich veröffentliche jede Woche einen Blogbeitrag und einige Pins auf Pinterest. In viel kleineren Schritten arbeite ich an meinem zweiten Standbein. Es geht sehr langsam voran, aber es geht voran.
Vielleicht seid ihr zwischendrin auch gescheitert. So klischeehaft es klingt: Aus Fehlern lernt man. Fehler sind manchmal sogar notwendig, um sich weiterzuentwickeln.
6. WAS WIRKLICH ZÄHLT
Stellt euch vor, ihr könntet mit eurem 100jährigen Ich sprechen und die Zukunftsversion eurer selbst um Rat fragen.
Die Perspektive eines älteren, weiseren Ichs kann dabei helfen, Prioritäten zu setzen und sich klarzumachen, was wirklich wichtig ist. Vielleicht arbeitet ihr gerade an einem wichtigen Projekt, aber euer Kind möchte mit euch spielen. Euer 100jähriges Ich würde euch zweifelsohne raten, mit eurem Kind zu spielen. Denn das sind die wirklich wertvollen Momente des Lebens, an die ihr euch mit Freude und Dankbarkeit erinnern werdet. Irgendwann wird euer Kind nicht mehr mit euch spielen wollen. Weil ihr zu häufig Nein gesagt habt, weil ihr den Draht zueinander verloren habt oder weil euer Kind erwachsen geworden ist.
Im Alltag lässt man sich bzgl. Entscheidungen häufig davon leiten, was dringend ist und nicht davon, was wichtig ist. Das Zwiegespräch mit eurem 100jährigen Ich ist insofern interessant, als dass es dieses kurzfristige Denken aushebelt.
7. ROUTINEN OPTIMIEREN
Lebensmittel einkaufen, Wäsche waschen, Spülmaschine ausräumen, unter dem Esstisch staubsaugen, Spielsachen aufräumen. Viele Tätigkeiten, die täglich erledigt werden müssen, bieten Potenzial zur Optimierung.
Einkaufen ist ein gutes Beispiel: Macht nicht alle paar Tage hier und da Besorgungen, sondern einmal die Woche, immer im selben Supermarkt, findet die perfekte Route durch das Geschäft und kauft stets das gleiche. Langweilig? Zwanghaft? Ja, vielleicht. Aber zeitsparend.
Schafft ein Ordnungssystem für die Kleidung eurer Kinder, um morgens beim Anziehen nicht nach den Socken oder etwas anderem suchen zu müssen. Entwickelt gemeinsam mit euren Kindern einen festen morgendlichen Ablauf: aufstehen, frühstücken, Zähne putzen, Haare bürsten, Kleidung und schließlich Schuhe anziehen. Ein immer gleicher Ablauf gibt euren Kindern Sicherheit, reduziert Stress und spart Zeit. Bezieht sie mit ein – es geht nicht darum, die Kleinen zu hetzen, sondern das Ganze kindgerecht und spielerisch umzusetzen.
Der Haushalt ist einfach ein enormer Zeitfresser. Überlegt euch, wie ihr Prozesse anders gestalten könnt, um weniger Zeit dafür aufwenden zu müssen. Manche Mamas putzen das Bad, während ihre Kinder in der Wanne sitzen und plantschen. Für mich würde das absolut nicht funktionieren, aber vielleicht für euch? Ein paar Tipps zum Thema Wohnung aufräumen findet ihr hier.
Sogar Schlaf lässt sich optimieren. Nein, es geht nicht darum, weniger zu schlafen. Wie viele Stunden Schlaf ein Mensch in 24 Stunden benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem von Alter und Genetik. Beides ist nicht manipulierbar. Anders der Faktor Schlafqualität (also wie erholsam euer Schlaf ist); diesen könnt ihr beeinflussen.
Schlaf optimieren heißt also, die Schlafqualität verbessern. Wie? Nutzt das Bett nur zum Schlafen – nicht zum Lesen, nicht für das Beantworten von Nachrichten. Geht immer etwa zur selben Zeit ins Bett und steht zur selben Zeit auf; auch am Wochenende. Nehmt nach dem Mittag kein Koffein mehr zu euch. Schaltet alle Bildschirme (auch das Smartphone) ein bis zwei Stunden, bevor ihr schlafen geht, aus. Wie ihr gut in den nächsten Tag startet (Stichwort Morgenroutine), erfahrt ihr hier.
Kreiert effiziente Systeme und Routinen für die Erledigung von Aufgaben. Dafür kann es sich lohnen, zunächst einmal die Zeit, die ihr für Routineaufgaben aufwendet, zu erfassen. Gelegentlich ist das Zeitgefühl verzerrt und man unterschätzt oder überschätzt die tatsächlich für eine Aufgabe benötigte Zeit.
FAZIT: PRODUKTIVITÄT, MAMA SEIN & BALANCE
Nein, ich will euch nichts vormachen: Am Ende bleibt es schwierig. Gerade für die Mamas, die wie ich ihr Baby/Kleinkind nicht abgeben, sondern stets und ständig selbst betreuen. Meine eigenen Projekte sind für mich ein Ausgleich; die Arbeit daran macht mich zu einer besseren Mutter. Aber ich möchte auch genügend Zeit für mein Kind haben, möchte die Zeit mit ihr genießen und nicht ständig an meine Projekte denken.
Vermutlich werden Mütter sich immer zerrissen fühlen zwischen ihren verschiedenen Rollen – Mama, Partnerin, Selbständige, Freundin… Hier eine Balance zu finden ist eine Lebensaufgabe. Gewiss ist nur eines: Die Zeit mit euren Kindern ist sehr begrenzt und sie kommt niemals zurück.

