Wohnung babysicher machen: Tipps & Checkliste

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Wann solltet ihr eure Wohnung babysicher machen? Am besten noch in einer der sogenannten Nestbauphasen während der Schwangerschaft, wenn ihr dafür noch viel Energie und Zeit habt. Spätestens dann, wenn euer Baby mobil wird und kleine Händchen an Kabeln und Tischdecken ziehen, erscheint die eigene Wohnung plötzlich als Ort potenzieller Gefahren. Denn bekanntermaßen ereignet sich ein Großteil aller Unfälle im eigenen Haushalt – das gilt auch für Unfälle von Babys und Kindern. Eine detaillierte Checkliste, um eure Wohnung kindersicher zu machen, findet ihr als PDF am Ende dieses Beitrags.

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Die Bedeutung einer kindersicheren Wohnung

Über 40% aller Unfallverletzungen von Kindern geschehen zu Hause oder im häuslichen Umfeld. Die häufigsten Unfallarten sind laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder:

  • Stürze

  • Ertrinken

  • Ersticken

  • Verbrennungen

  • Verbrühungen

  • Vergiftungen

Zu Unfällen mit Todesfolge kommt es leider auch besonders im häuslichen Umfeld oder in der Freizeit (60%). Dazu gehören insbesondere

  • Unfälle mit einem Transportmittel

  • Ertrinken

  • Stürze

  • Ersticken

  • Vergiftungen

  • Rauch, Feuer und Flamme

Die gute Nachricht: Durch Prävention können wir als Eltern viele der Unfallgefahren im eigenen Haushalt minimieren.

ab wann wohnung babysicher machen

Vollständig gesicherter Herd und Backofen.

 

Selten verwendete Steckdosen können leicht in Vergessenheit geraten.

Die besten 10 Tipps für eine absolut baby- und kindersichere Wohnung

  1. Begebt euch in jedem Raum eurer Wohnung auf die Knie und betrachtet so aus Perspektive eures Babys bzw. Kleinkindes die Umgebung. Was sieht interessant aus? Woran könnte man ziehen? Was könnte als Steighilfe verwendet werden, um einen spannenden Gegenstand zu erreichen?

  2. Haltet Ordnung. Ja, das ist mit Kindern gar nicht so leicht, doch Bauklötze, mit denen eben noch gespielt wurde, können zu einer gefährlichen Stolperfalle für euch und natürlich auch euer Kleines werden. Gerade die Laufflächen sollten immer frei sein. Aufräumen muss im Alltag oft schnell gehen. Wenn jeder Gegenstand seinen eigenen Platz hat, ist es wesentlich leichter, eine einmal geschaffene Ordnung auf Dauer beizubehalten — das gilt nicht nur für Spielsachen. Ich räume bestimmt zehnmal am Tag auf – wenn nicht noch häufiger. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass meine Tochter ihre Spielsachen so immer wieder neu entdeckt und leichter in die selbständige Beschäftigung findet.

  3. Gestaltet eure Wohnung als eine sogenannte Ja-Umgebung für euer Baby, damit ihr nicht ständig Nein sagen und euer Kleines irgendwo wegziehen müsst. Bringt die Ming Vase außer Reichweite und richtet die unteren Schubladen mit ungefährlichen Gegenständen ein, damit euer Baby sie ausräumen kann.

  4. Stellt von Beginn an klare Regeln auf. Auch, wenn eure Steckdosen abgesichert sind, gelten diese trotzdem als Tabubereich. So vermindert ihr die Gefahr, die andernorts von ungesicherten Steckdosen ausgeht.

  5. Schafft in den Räumen, in denen ihr euch häufig aufhaltet, Bereiche für eure Kleinen: eine Spielecke im Wohnzimmer, ein Basteltisch in der Küche usw.

  6. Lasst euer Baby bzw. Kleinkind niemals unbeaufsichtigt! Dies gilt nicht nur am Wickeltisch, sondern generell.

  7. Haltet besondere Gefahrenquellen außer Reichweite und unter Verschluss: Batterien, Plastiktüten, Scheren, Messer, Nadeln, Feuerzeuge, Medikamente, Alkohol, Zigaretten, Chemikalien, Lösungsmittel, Benzin, Lacke, etc.

  8. Arbeitet diese Checkliste ab, um keine der konventionellen Maßnahmen für eine babysichere Wohnung zu vergessen.

  9. Besorgt Kindersicherungen für Schränke und Schubladen, Steckdosen, Herd und Ofen: Herdschutzgitter*, Herdknöpfe* und Backofentür*.

  10. Ihr werdet nicht alle Unfälle vermeiden und euer Kind vor jeder Gefahr schützen können — so sehr ihr das auch wollt. Deshalb ist es wichtig, in einer Notfallsituation richtig reagieren zu können. Macht dafür einen Erste-Hilfe-Kurs für Babys und (Klein)kinder, den ihr alle zwei Jahre zur Auffrischung wiederholt. Stabile Seitenlage und Herzdruckmassage funktionieren bei Babys vollkommen anders als bei Erwachsenen. Hier lernt ihr auch, wie ihr richtig handelt, wenn sich euer Baby verschluckt oder was ein Pseudokrupp-Anfall ist und wie ihr einen solchen erkennt.

 

Checkliste Babysichere Wohnung als PDF zum Ausdrucken.

 

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